Aufgaben des eGBR

Das länderübergreifende elektronische Gesundheitsberuferegister (eGBR) soll künftig die Ausgabe von elektronischen Heilberufs- und Berufsausweisen (eHBA/eBA) an die Angehörigen von Gesundheitsfachberufen, Gesundheitshandwerkerinnen und Gesundheitshandwerkern sowie sonstigen Erbringerinnen und Erbringern ärztlich verordneter Leistungen übernehmen. Sitzland des eGBR ist entsprechend einem Beschluss der Gesundheitsministerkonferenz das Land Nordrhein-Westfalen. Das eGBR soll am Standort Bochum - eingebettet in den Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen - errichtet werden.

Zu den Kernaufgaben des eGBR wird die sichere Identifizierung der Antragstellenden für einen elektronischen Heilberufs- oder Berufsausweis (eHBA/eBA) und die Überprüfung der Berufserlaubnis/Berufsurkunde in Zusammenarbeit mit den zuständigen Berufsbehörden der Bundesländer gehören. Neben der Ausgabe der eHBA/eBA gehört es zu den Aufgaben des eGBR, bei Änderungen oder Widerrufen der Berufserlaubnis/Berufsurkunde geänderte Ausweise zur Verfügung zu stellen oder ggf. Ausweise zu sperren und einzuziehen.

Es ist vorgesehen, dass das eGBR elektronische Verzeichnisdienste betreibt, die eine Online-Überprüfung der Gültigkeit der Ausweise zum aktuellen Zeitpunkt ermöglichen. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass bei Bedarf (z.B. bei Verlust) die Ausweise kurzfristig elektronisch gesperrt werden können. Dies ist von Bedeutung, da die eHBA/eBA – abhängig von der Berufsqualifikation – zum Zugriff auf Daten und Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und zur Benutzung der Telematikinfrastruktur im Gesundheitswesen berechtigen.

Um den Praxisbezug sicherzustellen und das Sitzland des eGBR hinsichtlich der praktischen Erfordernisse zu beraten, wurde ein Fachbeirat eingerichtet, der sich aus Vertreterinnen und Vertretern der vom eGBR betreuten Berufsgruppen und ihrer Verbände sowie weiteren Expertinnen und Experten zusammensetzt.